Ski-Alpin-Homepage : Austragungsorte :

Gröden

Das Grödnertal ist Schauplatz einer der traditionsreichsten Herren-Abfahrten. Die Piste Saslong am Fuße des Langkofels wird heute zu den klassischen 5 Abfahrtsstrecken gezählt (neben Kitzbühel, Wengen, Garmisch-Partenkirchen und Val d'Isère). Der Zielbereich liegt in St. Christina in Gröden. Normalerweise ist nur von der Abfahrt in Gröden die Rede (italienisch: Val Gardena).

Die Streckendaten der Saslong-Abfahrt:

  • Starthöhe: 2249 m
  • Zielhöhe: 1410 m
  • Höhenunterschied: 839 m
  • Maximales Gefälle: 59,6 %
  • Minimales Gefälle: 11,2 %
  • Schnitt: 24,5 %
  • Streckenlänge: 3446 m

Die bekanntesten Passagen auf der Saslong sind im mitteleren Streckenteil die Kamelbuckel (Sprünge von 50 bis 88 m) und die sich anschließende wellige Ciaslat-Wiese. Beide Passagen sind auch in der Grödener Super-G-Strecke enthalten, deren Start auf 2000 m liegt.

WM 1970, im Weltcup seit 1969

1970 fanden die alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Gröden statt, anlässlich der die Piste auch gebaut wurde. Bei den Herren ist die Abfahrt auf der Saslong seit 1969 fast durchgängig im Weltcup-Kalender vertreten, in etlichen Jahren gleich 2-mal an 2 aufeinander folgenden Tagen.

Die ersten Jahre noch im Februar oder März ausgetragen, gehört Gröden inzwischen gemeinsam mit Alta Badia das letzte Wochenende vor Weihnachten. Seit 2002 fahren die Herren in Gröden am Freitag einen Super-G und am Samstag die Abfahrt. Die Damen waren - abgesehen von der WM - nur noch ein weiteres Mal in Gröden zu Gast.

Siegerliste Herren

JahrAbfahrtSuper-GRiesenslalomSlalomKombination
2014Steven Nyman (USA)Kjetil Jansrud (NOR)
2013Erik Guay (CAN)Aksel Lund Svindal (NOR)
2012Steven Nyman (USA)Aksel Lund Svindal (NOR)
2011Beat Feuz (SUI)
2010Silvan Zurbriggen (SUI)Michael Walchhofer (AUT)
2009Manuel Osborne-Paradis (CAN)Aksel Lund Svnindal (NOR)
2008Michael Walchhofer (AUT)Werner Heel (AUT)
2007Michael Walchhofer (AUT)Didier Cuche (SUI)
2006Steven Nyman (USA)Bode Miller (USA)
2005Marco Büchel (LIE)Hans Grugger (AUT)
2004Max Rauffer (GER)Michael Walchhofer (AUT)
2003Antoine Dénériaz (FRA)Lasse Kjus (NOR)
2002Antoine Dénériaz (FRA)Didier Defago (SUI)
2001Stephan Eberharter (AUT)
Kristian Ghedina (ITA)
1999Andreas Schifferer (AUT)
Kristian Ghedina (ITA)
1998Kristian Ghedina (ITA)
Lasse Kjus (NOR)
1996Kristian Ghedina (ITA)
Luc Alphand (FRA)
1995Patrick Ortlieb (AUT)
1993Patrick Ortlieb (AUT)
Markus Foser (LIE)
1992Leonhard Stock (AUT)
William Besse (SUI)
1991Franz Heinzer (SUI)
1990Atle Skardal (NOR)
Franz Heinzer (SUI)
1989Pirmin Zurbriggen (SUI)
1988Helmut Höflehner (AUT)
Peter Müller (SUI)
1987Rob Boyd (CAN)
1986Rob Boyd (CAN)
1985Peter Wirnsberger (AUT)Marc Girardelli (LUX)*
1984Helmut Höflehner (AUT)
1983Urs Räber (SUI)Pirmin Zurbriggen (SUI)
1982Franz Klammer (AUT)
Coradin Cathomen (SUI)Franz Heinzer (SUI)*
1981Erwin Resch (AUT)
1980Harti Weirather (AUT)
Peter Müller (SUI)Peter Müller (SUI)*
1979Peter Müller (SUI)Peter Lüscher (SUI)*
1978Erik Haker (NOR)
Josef Walcher (AUT)
1977Herbert Plank (ITA)
1976Franz Klammer (AUT)
Franz Klammer (AUT)
1975Franz Klammer (AUT)
1972Roland Collombin (SUI)
1972Bernhard Russi (SUI)Edmund Bruggmann (SUI)
1970Bernhard Russi (SUI)Karl Schranz (AUT)Jean-Noël Augert (FRA)Billy Kidd (USA)
1969Jean-Daniel Dätwyler (SUI)

*) Nach der WM 1970 war die Abfahrt von Gröden noch insgesamt 4-mal Bestandteil einer Weltcup-Kombination, bei der jeweils die 2. Disziplin an einem anderen Ort durchgeführt wurde:

  • 1979 und 1980 wurde der Riesenslalom von Madonna di Campiglio mit der 4 Tage später ausgetragenen Abfahrt von Gröden kombiniert (offiziell als Kombination von Madonna).
  • 1982 ersetzte die Kombination aus dem Slalom von Courmayeur und der 5 Tage später ausgetragenen Abfahrt von Gröden die ausgefallene Kombination von Val d'Isère (daher offiziell als Kombination von Val d'Isère, obwohl nicht beteiligt).
  • Eine weitere Kombination beinhaltete die Abfahrt von Gröden 1985. Damals wurde einen Tag später der Riesenslalom von Alta Badia zusammen mit der Abfahrt von Gröden als Weltcup-Kombination gewertet (offiziell als Kombination von Alta Badia).

Siegerliste Damen

JahrAbfahrtRiesenslalomSlalomKombination
1975Lise-Marie Morerod (SUI)
1970Annerösli Zlyd (SUI)Betsy Clifford (CAN)Ingrid Lafforgue (FRA)Michèle Jacot (FRA)

Außerdem wurden zum Abschluss der Weltcup-Saison 1975 Parallelslaloms in Gröden ausgetragen. Die Sieger hießen Monika Kaserer (AUT) und Gustav Thöni (ITA).

Weltcup in Gröden im www: